Meine Stationen

Meine Stationen

Hier ist ein kurzer Überblick, woher ich stamme und wo ich gelebt habe.

Gäbelbach / Bern West

1968, also zwei Jahre nach meiner Geburt, zogen meine Eltern in das neu gebaute Gäbelbach-Quartier. Es ist ein typischer Wohnblockbau der 60er-Jahre.

Dieses Quartier wurde geplant, um Arbeitende/Familien gute und günstige Wohnungen zu vermitteln. Damals bestand die Familienplanung aus dem arbeitendem Vater, typische Hausfrau und 2 und mehr Kindern. Daher wurden damals mehrheitlich 3 1/2 Zimmer-Wohnungen gebaut, was heute natürlich nicht mehr modern ist.

Das Quartier erhielt rasch einen schlechten Ruf, was leider seinen Grund hatte. Man nannte es auch 'Das Ghetto von Bern'. Mit den Jahren zog das Quartier auch immer Leute aus den niedrigen Schichten an, da es die billigsten Wohnungen hatte. Die Infrastruktur des Quartiers war auch entsprechend.

Heute wurde viel gemacht und kann nicht mehr mit damals verglichen werden. Alle Wohnungen wurden renoviert und entsprechen den heutigen Standarts. Auch wird versucht, das Quartier freundlicher zu gestalten als das Einheitsgrau von früher.

Trotzdem bin ich froh, dass ich 1987 so rasch als möglich dort weggezogen bin.

Bern-Länggasse

Dort war meine erste eigene Wohnung, eine 1-Zimmer inkl. Bad/WC direkt unter einem Flachdach und nahe bei dem Güterbahnhof; zu Fuss etwa 15 Minuten von Bern.

Daher hatte man dort im Sommer schön heiss und im Winter schön kalt...brrrrrr. An die Züge gewöhnte man sich und wurde erst stutzig oder wachte auf, wenn ein Zug zu spät kam.

Da ich damals sehr jung war, hatten wir viele Partys bei mir zu Hause. Auch die Leute in der Länggasse waren sehr angenehm und daher ist das Quartier auch sehr beliebt und teuer.

Das war auch der Grund meines Wegzuges. Ich suchte eine grössere Wohnung und Länggasse ist leider sehr teuer.

Zollikofen

Meine erste 3 1/2 Zimmer-Wohnung alleine, auch wieder in einem Wohnblock. Eigentlich nur als Provisorium gedacht, blieb ich trotzdem an die 18 Jahre dort.

Da die Wohnung nur 5 Minuten vom SBB/RBS-Bahnhof entfernt war, war es der ideale Ort, um mit dem ÖV in die Stadt zu fahren.

Leider musste ich miterleben, wie aus einem guten Quartier ein schlechtes wird. Junkies, Sozialfälle, Alkoholiker und andere Bewohner mit Migrationshintergrund gaben bei mir den Anlass, dieses Quartier zu verlassen. (1x pro Woche die Polizei vor dem Haus).

Lätti

Eigentlich wollte ich in der Gemeinde Münchenbuchsee bleiben. Beim Suchen fanden wir auch ein interessantes Inserat einer Gegend, dass ich nur von der Autobahnausfahrt kenne: Lätti in der Gemeinde Rapperswil BE.

Man kann es drehen wie man will: In einer Wohngegend, in der mehrheitlich Schweizer wohnen, hat man keine oder kaum Probleme.

Dies trifft klar auf Lätti zu. Wer will schon so weit ab vom Schuss wohnen. Man ist auf das Auto stark angewiesen und alle Stunde fährt ein Bus.

Antwort: Schweizer, die ihre Ruhe haben wollen!

Stationen

Bern West

Oberbegriff für die gesamte Region westlich von Bern. Wichtige Quartiere sind Bümpliz, Bethlehem und Stöckacker.

Mehrheitlich wohnen Leute der mittleren bis niedrigen Gesellschaftsschicht in Bern West.

Satellitenstadt

Eine Satellitenstadt ist eine Stadt, die im Umfeld einer größeren Stadt angesiedelt ist und in höheren zentralörtlichen Funktionen von dieser abhängig ist.

Satellitenstädte sind zumeist nicht gewachsen, sondern wurden geplant. Die zentralen Elemente wie Schule, Einkaufszentren, Ärzte u. ä. befinden sich im Gebietskern und sind damit relativ schnell erreichbar.

(Quelle: Wikipedia)

... und

Die Satellitenquartiere mit den Wohnsilos, äh Blöcke oder Hochhäuser in Bern West sind: Gäbelbach, Tscharnerguet, Melchior/Kasparstrasse, Kleefeld und Fellerguet.

Die High Society trifft man dort kaum an. Höchstens für politische Zwecke, wie Wahlen, PR etc.

Statement: Westside

Westside: Ein Protzbau-Projekt, das 500 Mio. CHF gekostet hat neben den Satellitenstädten von Bern. Toll...

Für eine Familie (Vater, Mutter, 2 Kinder) kostet der Eintritt im Aquapark um die CHF 100.00. Wie soll sich das eine Familie aus Tscharnergut oder Kleefeld leisten können?

Während der Woche sind die High Society Geschäfte im Westside praktisch leer, ausser Migros, McDonald oder Dosenbach.

Warum so ein Protzbau und nicht eine Anlage wie das Shoppyland? Das eingesparte Geld hätte man für eine familienfreundichere Infrastruktur in Bern West verwenden können.

Das Thema Tram Bern West hat auch viele Bethlehemer und Bümplizer verärgert. Deren Arbeitsweg verlängert sich dank dem Tram auch um 10-20 Minuten pro Tag.